Die öffentliche Hand als Vorbild

Klimaschutz erfordert langfristige Weichenstellungen, die teilweise auch kurzfristigen Interessen widersprechen. Damit ist es ein prädestiniertes Handlungsfeld für öffentliche Akteure.

Kommunen und Kreis können dabei durch eigene Handlungen eine Vorbildwirkung erreichen - wir unterstützen gerne dabei.

Klimaschutz in der Kommune gestalten

Kommunen haben großen Einfluss auf das Leben ihrer Einwohnerinnen und Einwohner. Von der Verkehrsplanung über die Gestaltung von Bau- und Gewerbegebieten bis hin zur Steuerung von Stadtwerken – mit vielen Entscheidungen vor Ort kann die Entwicklung entscheidend gestaltet werden.

Wir stehen dafür ein, gemeinsam im Kreis Verden eine lebenswerte und nachhaltige Zukunft zu sorgen!

Verdener Vielfalt verwenden

Der Landkreis Verden besteht aus ganz unterschiedlichen Gemeinden mit jeweils eigenen Stärken und Potenzialen. Diese zusammenzubringen und so Klimaschutz im Gesamten voranbringen, ist unser Anspruch bei kleVer.

Durch ein interkommunales Netzwerk stärken wir den Erfahrungsaustausch rund um Energiewende und Klimaschutz.

kleVer Kids

Am 24.11.2022 fiel in der Kindertagesstätte Jahnstraße nun endlich der Startschuss für das Projekt kleVer Kids, bei dem Kinder durch pädagogische und technische Maßnahmen dazu angeleitet werden, sparsam mit Energie und Wasser umzugehen und so den Ausstoß von klimaschädlichem Kohlendioxid zu minimieren.

©Hauke Müller

Infos zum Projekt "kleVer Kids"

Klimaschutz fängt bei den Kleinen an: Wer sich schon im Kindesalter dafür begeistert, wird auch später klimafreundlicher leben und nachhaltige Verhaltensweisen als selbstverständlich ansehen. Klimaschutz in Kitas ist daher ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu einer nachhaltigeren Gesellschaft.

Welche Maßnahmen sind geeignet und wie lassen sich diese am besten etablieren? Zu hohe Kosten, hoher Aufwand und nicht ausreichend Personal sind häufig genannte Sorgen. Mit dem vom Bund geförderten Energiesparmodell möchten wir zeigen, dass Klimaschutz einfacher ist als gedacht!

Im Fokus des Projekts stehen pädagogische Maßnahmen. Die Kitas können aus einem breiten Angebot frei wählen und beispielsweise Weiterbildungen sowie unterhaltsame und lehrreiche Workshops wie „Klimafrühstück“ oder „Sonne, Wind und Wasser – der Fluss der Energien“ durch externe Referent:innen buchen. Zudem erhalten sie durch eine energiefachliche Beratung vor Ort individuelle Einspartipps.

Wir unterstützen die Einrichtungen aktiv bei der Umsetzung ihrer eigenen Klimaschutzmaßnahmen und Ideen.

Die Vorteile des Projekts sind vielfältig: Die Kitas sparen Energie und damit Kosten. 50% der eingesparten Energieverbräuche werden direkt an die Kitas ausgezahlt, die übrigen 50% gehen an die Träger. Zudem sind die Klimaschutzmaßnahmen gut fürs Image von sowohl Trägern als auch der Kita. Besonders wertvoll ist der pädagogische Nutzen: Die Workshops vereinen Spiel, Spaß und Wissenszuwachs und bieten damit einen Mehrwert für alle Beteiligten, einschließlich den Kindern, deren Eltern, der Erzieher*innen und der Gesellschaft.

Am 24.11.2022 fiel in der Kindertagesstätte Jahnstraße dann endlich der Startschuss für kleVer kids. „Es geht vor allem darum, Kinder spielerisch den Bereich Energie und Klimaschutz nahezubringen und Bewusstsein behutsam aufzubauen“, so Janina Roder, die am 1. Dezember bei der kleVer als kleVer-kids-Projektleitung eingestiegen ist. Die Leitung der Kindertagesstätte, Andrea Kölber, ergänzt: „Uns liegt das Thema Klimaschutz und Ernährung sehr am Herzen. Wir wissen, dass wir als Einrichtung eine Schlüsselrolle und erheblichen Einfluss auf das Denken und Handeln der zukünftigen Generation haben. Außerdem tragen die Kinder ihre Wissbegierde in die Elternhäuser weiter, so findet auch hier ein Umdenken statt und es wird zum Beispiel weniger Frühstück in Plastik verpackt mitgegeben“.

Neben dem pädagogischen Ansatz wird bei kleVer Kids auch die Gebäudetechnik einbezogen. Die drei wesentlichen Schritte, mit denen die Kindertagesstätten die Einsparungen erreichen sind Gebäudeenergie-Checks, daraus abgeleitete Maßnahmen und bewusste Verhaltensänderungen. „Geprüft werden Kühlgeräte, Waschbecken, Fenster und Türen sowie Beleuchtung und Kücheneinrichtungen der Häuser“, erklärt Janina Roder. Im Rahmen der Beratung erfahren die Mitarbeiter:innen, wie sie mit einfachen Mitteln wie dem Einsatz von LEDs, abschaltbaren Stromleisten oder Kaffeemaschinen mit Thermoskannen zu einem geringeren Energieverbrauch ihrer Einrichtung beitragen können. „Auch das Küchenpersonal, Hausmeister und die Reinigungskräfte werden einbezogen, damit der Umwelt- und Klimaschutzgedanke im ganzen Haus zu mehr Energieeffizienz führt“, ergänzt Roder.

Ähnliche Klimaschutzprojekte werden bereits seit Jahren erfolgreich in Norddeutschland umgesetzt. Dort konnten die Verbräuche an Energie und Trinkwasser und somit die Bewirtschaftungskosten deutlich gesenkt werden.

Mit der Unterstützung durch Bundesmittel wird kleVer Kids für vier Jahre helfen, aus kleinen Energiespardetektiven große Umweltschützer zu machen und so einen spürbaren Beitrag zum Klimaschutz im Landkreis Verden leisten.

Das Projekt startet zum Beginn des Kitajahres 2022/2023. Wenden Sie sich bei Fragen gern an Janina Roder, Projektleitung für Klever-Kids. Tel: 04231 6775-225 Mail: j.roder@klever-klima.de

Interview mit Annika Gerstenberg (kleVer) und Lisa Pischke (Klimaschutzmanagerin der Stadt Verden)

Annika, wer nimmt an dem Projekt teil und worauf zielt es ab?

Annika Gerstenberg: Alle acht Kommunen sowie sieben freie Träger engagieren sich in dem Energiesparprojekt und mit 35 Kitas hat sich fast jede zweite Einrichtung im Landkreis für eine Teilnahme am Projekt angemeldet. Im Fokus des Energiesparprojekts stehen neben der Beratung für technische und organisatorische Optimierungen insbesondere pädagogische Ansätze, die Kindern den bewussten und nachhaltigen Umgang mit begrenzten natürlichen Ressourcen nahe - bringen. Dadurch werden Treibhausgasemissionen und kommunale Energiekosten gesenkt. Somit können die Projektinhalte breitenwirksam und nachhaltig in alle Winkel unseres Landkreises ausstrahlen.

Welchen langfristigen Effekt erhoffst Du Dir?

Gerstenberg: Getreu dem Motto „Früh übt sich” werden die Kinder lernen, wie kostbar Energie ist. Durch regelmäßige Pinnwand-Aushänge für Eltern, Themenelternabende und Fortbildungen für die Erzieherinnen werden zum anderen natürlich auch „die Großen” auf das Thema aufmerksam. Klimaschutz wird so behutsam in den Alltag integriert und verankert.

Lisa Pischke, alle Kommunen im Landkreis Verden sind in dem Projekt beteiligt. Wie er - klären Sie sich die breite Beteiligung?

Lisa Pischke: Das Energiesparmodell ist einfach ein rundes Konzept. Es vereint zwei wichtige kommunale Aufgaben: Bildung sowie die Energieversorgung der Liegenschaften. Durch die Einführung eines finanziellen Anreizsystems werden die Einrichtungen zum Energieeinsparen und zur aktiven Mitarbeit im Klimaschutz motiviert. Die Kitas werden für ihre Einsparungen belohnt: Sie erhalten die Hälfte ihrer verhaltensbedingt eingesparten Energiekosten direkt und zur freien Verwendung ausgezahlt. Die andere Hälfte der Einsparungen bleibt beim Träger. Eine Win-win-Situation für alle.

Gibt es bereits Erfahrungswerte aus anderen Regionen?

Pischke: In einigen benachbarten Regionen werden seit etlichen Jahren erfolgreich Energiesparprojekte an Schulen und Kitas durchgeführt. 173.000 Euro an Energiekosten sparten beispielsweise die Schulen des städtischen Energiesparprojekts in Oldenburg innerhalb eines Jahres. Die Umwelt entlasteten sie dadurch um 500 Tonnen Kohlendioxid. Ich bin gespannt auf die Erfolge im Landkreis Verden.

Die Klimabildung der kleVer setzt schon bei den ganz Kleinen an, aber auch Schüler:innen nehmen wir gerne mit! Lesen Sie hier von der brandneuen kleVer Klima Wanderausstellung.

Nächste Veranstaltungen

Dienstag, 31.01.2023

Das kleVer-Team bietet jeden letzten Dienstag im Monat eine Sprechstunde für Photovoltaik InteressentInnen an. Wir stellen Ihnen den neu gestarteten kleVer Solaratlas vor. Gemeinsam finden wir heraus, wie groß die Solarernte von Ihrem Dach sein kann, wie autark Sie werden können und wie groß das CO2-Einsparpotenzial ist.

© Marco Verch (CC BY 2.0) - https://foto.wuestenigel.com/parkplatz-fur-elektroautos-in-wiesbaden-e-mobility-mit-innogy-ladestation-fur-e-autos/

Die Nationale Organisation Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie hat angekündigt, dass es ab Frühjahr 2023 neue Förderungen für die Beschaffung von E-Fahrzeugen und der zugehörigen Ladeinfrastruktur geben wird.

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